Preußisches Bleisatz-Magazin
Vom Kommenden

Geh'n wir Tauben vergiften im Park! 4.536 views 9

Ich weiß nicht, warum mir dieses Lied einfiel… vielleicht wegen der evetuell auch noch bevorstehenden Chemo? Grins… völlig schnurz.

Gerade bekam ich einen Anruf von der MNR-Klinik, Düsseldorf. Der Doc, bei dem ich morgen den Termin hatte, war gerade aus der Fachkonferenz herausgekommen, noch gar nicht in seinem Sekretariat gewesen und wußte deshalb auch nichts von seinem Termin mit mir. Er wollte mich so schnell wie möglich informieren:

Eine Operation ist möglich und sie wollen sie auch machen! Der Chirurg ist schon ausgeguckt und wird kurzfristig Kontakt mir mit aufnehmen — per Email (irre, nicht?).

Vor der OP muß ich dort noch ein Thorax-/Oberbauch-CT, ein Skelett- und ein Herzzintigramm machen lassen. Erstere, um festzustellen, ob der Lebertumor dorthin vielleicht schon gestreut hat (das wäre übelst), zweiteres, um Schäden am Herzen auszuschließen. Naja, muß halt sein und mir Stoff genug geben, um mir den nächsten Paranoia-Film zu fahren.

Das wichtigste ist jedenfalls geschafft: Sie können das Ding operieren.

Der Arzt sagte mir auch, daß (joh, joh… unter allen Vorbehalten natürlich) durchaus eine durchschnittliche Überlebensrate von fünf Jahren oder mehr besteht, falls nicht… und wenn… Aber das ist auch nicht so wichtig jetzt. Nun geht es wieder. Schritt für Schritt. Mann, war das heftig die letzten Tage. Mann, ist Leben geil.

Ich sehe mich schon, meine Frührente im Park durchbringen. Und Floppy nehm‘ ich mit. Wir schauen den Dealern zu, wie sie ihre H-Tütchen vor den Bullen verstecken, wir nehmen eine Thermoskanne mit Kaffee mit und füttern die Tauben:

  1. Kommentar by Thomas Kersting — 31. Mai 2010 @ 19:43

    Das ist eine tolle Nachricht! Ich weiß garnicht, ob man für so etwas gratulieren kann? Ich freue mich für Sie und drücke weiter die Daumen!

    Viele Grüße
    Thomas Kersting

  2. Kommentar by floppy — 31. Mai 2010 @ 21:46

    Da hat mein lieber Georg aber noch fix die Kurve gekriegt und an mich gedacht. Menno freue ich mich für Dich. Schön, dass wir uns noch fünf Jahre gegenseitig ärgern können :P. Kaffee nehm ich gern – kohlrabenschwarz. Aber Tauben füttern, da streike ich, kann diese Drecksviecher net leiden. Suchen wir uns lieber ne Pfütze und füttern Schwäne. Menno bin ich happy.
    Liebe Grüße aus dem saukalten Bärlin
    Deine Floppy (K)

  3. Kommentar by Gudrun Linde — 31. Mai 2010 @ 21:48

    Super! Das freut mich, es ist eine Perspektive, eine bessere als eine Nicht-OP!!!
    Alles wird gut, das wünsche ich!
    Hoffentlich geht jetzt alles zügig voran, damit die Nerven nicht noch mehr überstrapaziert werden!
    Glück wünscht
    Gudrun

  4. Kommentar by Chris — 1. Juni 2010 @ 00:05

    Das sind doch mal Perspektiven. Ich drücke die Daumen, das es so weitergeht – denn eines ist sicher: Für so einen Kampf ist eine positive Grundstimmung und der Wille, sich nicht unterkriegen zu lassen, das wichtigste.

  5. Kommentar by floppy — 1. Juni 2010 @ 07:09

    @ Chris
    Genau das sag ich doch immer.

  6. Kommentar by Janet — 1. Juni 2010 @ 11:30

    Lieber George

    SUPER!!!!!Super Super Super!!!!!!!!!!!!!
    Augen zu und durch…..

    aufmunternde Grüsse aus der Schweiz
    Janet

  7. Kommentar by Matthias — 1. Juni 2010 @ 21:23

    Mir fällt ein Stein vom Herzen.

    Alles Gute!

    Matthias

  8. Kommentar by Günter Horn — 2. Juni 2010 @ 00:50

    Sieht doch nicht schlecht aus, sieh zu dass deine Leber in Ordnung kommt.
    Pseudo-Journalisten haben wir genug, Leute, die schreiben können leider zu wenig.
    Apropos Köhler, zwei Beiträge von dir, und man ist informiert.
    MfG Günter Horn

  9. Kommentar by Claudia Diex — 7. Juni 2010 @ 18:58

    Hallo Georg,

    ich hab im KKF deine Beiträge gelesen und bin dir auch hierher gefolgt.

    DAS IST SUPER!!!!!!!!!!!!!!

    Drück dir für die nötigen Untersuchungen die Daumen, alles Gute aus Österreich

    Claudia

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