Preußisches Bleisatz-Magazin
Messer raus

Licht aus — Messer raus. Die Ringvereine 8.809 views 0

So riefen im Berlin der 20er Jahre die Ringvereine, wenn es zur Sache ging. Die Ringvereine waren eindeutig das, was man heutzutage OK nennt — Organisierte Kriminalität. So gar nicht edel, sondern imma feste druff.

Andererseits haben Alfred Döblin mit seinem Roman «Berlin-Alexanderplatz» und auch Rainer Werner Fassbinder in seiner Verfilmung eben dessen diesen Ringvereinen ein literarisches Denkmal gesetzt und wußten sich in guter Gesellschaft. Schon Charles Dickens hat der Londoner und Victor Hugo der Pariser organisierten Unterwelt literarisch gehuldigt.

Die Kategorie «Messer raus» leitet sich vom Kampfruf der Ringervereine ab. In dieser Kategorie werden Sie zukünftig Artikel finden, die Ihrem moralisch-ethischen Anspruch an die political correctness nicht erfüllen werden. Diese Artikel werden Ihnen sauer aufstoßen — sie reizen Ihre Peristaltik — sie fordern zum Widerspruch heraus, sie sind, um es anglophil auszudrücken, No-No. Also sagen Sie nicht,  Sie seien  nicht gewarnt worden.

Auch die Marinebrigade Ehrhardt, die, beauftragt von der damaligen SPD-Regierung der Weimarer Republik, im Deutschen Reich nach der Revolution für Ordnung sorgen und das Chaos, verursacht durch die moskau-gesteuerten Spartakisten, bereinigen sollte, verfügte über einen ähnlichen Ruf: «Straße frei — Fenster zu» hieß es in München, als es darum ging, die einseitig ausgerufene Räterepublik der Roten auf den Müll der Geschichte zu fegen. Wer sein Fenster nicht schloß, war möglicherweise ein Heckenschütze — denn durch ein geschlossenes Fenster kann man nicht zielen beim Schießen.

Also, letzte Warnung: Wenn es Sie stört, wenn hier auch einmal ein polemisches Wort geführt wird, dann meiden Sie besser diese Kategorie.

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