Preußisches Bleisatz-Magazin

Es ist soweit 18

Vom Kommenden

Am Montag, den 12. Juli 2010, werde ich in die Chirurgie des Universitätsklinikums eingewiesen. Einen Tag früher als zunächst vereinbart. Empfehlung des Chirurgen. Gut. Ich bedanke mich für's Lesen und Kommentieren. Es hat mir geholfen. Es gibt nichts mehr zu sagen. Den Rest des Weges gehe ich nun allein. Ich kann das. Georg

Weg da — ich muß leben 5

Vom Kommenden

Am 26. Juni 2010 wurde mein Einweisungstermin auf den 13. Juli festgelegt. 17 Tage, die mir blieben. Heute, am 6. Juli, sind nun schon zehn Tage davon vergangen. Ich habe sie gelebt diese zehn Tage. Viel intensiver als je zuvor. Wie selbstverständlich ich bis zu dieser Scheiß-Diagnose die Tage nahm. Komisch. Diese zehn waren... anders. Tatsächlich habe ich es geschafft, meinen Pflichten nachzukommen. Letzte Angelegenheiten aufzuarbeiten — gut, die eine oder andere nicht-existentielle wartet noch auf die Erledigung. Aber das ist kein größeres Problem mehr. Ich habe vorgesorgt bis September. Und wer weiß schon so weit voraus, was mit ihm ist? Ich ... Weiterlesen

Frühstück in Ratingen: City-Rewe/Glocken-Bäckerei 0

Alltag

Ich muß gestehen: Mein heutiges Frühstück im City-Rewe in der Ratinger Fußgänger-Passage nahe den Arkaden war eine Notlösung. Geplant war ein Frühstück im Chaplin's an der Mülheimer Straße, Ecke Angerstraße. Vom Autobahn-Kreuz Breitscheid kommend, kann man diesen Ort kaum verfehlen. Ich hatte mir bereits einen Düsseldorfer Express gekauft (es geht nichts über die Boulevard-Presse beim mittellangen Frühstück im Freien, mit einer Gauloise nach dem Kaffee), um mir noch einmal das letzte 4:0 der DFB-Elf gegen die argentinische Nationalmannschaft erklären zu lassen. Im Hof des Chaplin's (ja, sie schreiben den Namen des Lokals wirklich mit Deppen-Apostroph) fließt die Anger, das kleine ... Weiterlesen

Web 2.0, Facebook, Twitter 13

Experimentelles

Social Networking — Soziale Netzwerke. Deren existentielle Notwendigkeit will uns der Zeitgeist nachweisen. Nun gut. Ich gestehe der «Generation Web 2.0» die Überzeugung der Erst- und Einmaligkeit zu. So, wie ich ja auch heute noch von der Einmaligkeit meiner «Generation Love & Peace» schwärme. Tut ja keinem wirklich weh. Zwischenmenschliche, also interaktive Kommunikation ist etwas sehr spannendes. Genau das ist gemeint, wenn vom Web 2.0 gesprochen wird. Denn die virtuelle Welt des Netzes ist längst keine Einbahnstraße mehr. Netzseiten, die ausschließlich Content (Inhalt) zeigen, jedoch keine direkte Interaktion zulassen, gelten zu recht als «90er», sprich: fossil. Eine gute Webseite im 2.0 Stil ... Weiterlesen

Frühstück in Ratingen: Kleiner Prinz 1

Alltag

Kleiner Prinz in Ratingen — seit Jahrzehnten eine Institution. Die Lage in der praktisch den gesamten Innenstadt-Bereich einnehmenden Fußgängerzone ist ideal. Fährt man von der Düsseldorfer Reichswaldallee, den Europaring kreuzend, direkt auf den weithin sichtbaren Kirchturm am Ratinger Marktplatz zu, so muß man sich letztendlich entscheiden, ob man die für Autos gesperrte Innenstadt nun linksherum oder nach rechts, über die Wallstraße, umfährt. Nach nur 150 m liegt linker Hand eine öffentliche Tiefgarage, die heute, am Sonntag, geschlossen ist. Was (mir) nichts ausmacht, denn der davorgelegene Halteverbot-Bereich ist frei. (Ein Knöllchen dort kostet übrigens 15,— Euro). Hier, in Ratingens tatsächlich noch besuchenswerter ... Weiterlesen

Ma' mit, ey! Autokoßo! 1

Satire

Nach dem 4:0 (Vier zu Null!!!) gegen Argentinien muß ich doch noch einmal raus; kein Volvic mehr im Haus. Lästig, aber was soll's? Auf dem Rückweg steht dieses... Wesen an der roten Ampel vor meinem Kühler. Weiblich, Mitte, Ende 30, groß, schwer, blond und in viel zu knappen Leggins schwitzend — ein Neutrum. Und natürlich sternhagelvoll. Die Antithese meines Beuteschemas: schmal, nein, schmaler bitte, dunkelhaarig, eine Dame. «Ma' mit, ey! Autokoßo!» Ratingens Fußball-Intelligenzija steigert sich von WM-Spiel zu WM-Spiel. Berichtete die Polizei nach dem ersten Spiel noch von einigen wenigen Autos, die hupend und «Tschland, Tschland» schreiend die Rundstrecke um den Marktplatz abfuhren ... Weiterlesen

Love & Peace 1

Stimmungsbilder

Donovan, Colors Arlo Guthrie - Coming Into Los Angeles - Woodstock 1969 Country Joe McDonald - Feel Like I'm Fixing To Die

Wasser Marsch! So'n Männerding 2

Arbeitswelt

Ich glaube, der 2. Juni 2010 heute war der bisher heißeste Tag des Jahres. Ich kann's gut ab — wenn ich  mich nur wenig bewegen muß und ausreichend, also um die 3 Liter herum, trinke. Manchmal geht das. Manchmal, wie heute, halt nicht. Heute haben wir die große Lagerhalle aufgeräumt. 200 qm Grundfläche, 6,50 m hoch. Vollgestellt mit Hochregalen, in denen auf Paletten große Schränke lagern. Manche leer, schon für den Verkauf vorbereitet, manche voll mit Blei-Schriften. Damit verdiene ich meinen Lebensunterhalt, bin Händler von Artikeln der Druckvorstufe des Buchdrucks. Der Boden der Halle ist zumeist von schweren Buchdruck oder Bleisatz-Maschinen ... Weiterlesen

Frühstück in Ratingen: Meurers Früchte-Bar 4

Alltag

Heute ist es so herrlich heiß hier in Ratingen, daß mir nicht im Traum einfiele, freiwillig in einen fensterlosen Bunker wie den großen Real-Markt Am Sandbach zu gehen. Aber wer fragt nach meinen Träumen bzw. Nicht-Träumen? Es ist Freitag, morgen Vormittag kommt Kundschaft, morgen Nachmittag ist Fußball und Sonntag ist  Sonntag. Also kann ich nur heute meinen Wochenendeinkauf erledigen. Und dann lieber früh als am Nachmittag, wenn dort beim Real gereizte Hausmamis mit überbordenden Einkaufswagen, spitze Schreie der Aggression ausstoßend, zum Kamikaze-Amoklauf auf die wie immer zu wenigen besetzten Kassen ansetzen. Trotzdem: Frühstück muß sein. Geht natürlich auch bei Real. Wie in ... Weiterlesen

Meine Freundin hat eine Affäre 0

Gastbeitrag

Diesen Gastbeitrag hat Lara mir überlassen, der ich dafür herzlich danke. —.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—.—. Mit einem verheirateten Mann. Sie sehen sich jeden Tag im Büro. Manchmal vergnügen sie sich während der Mittagspause in ihrer Wohnung. Aber meist ist er ein Arschloch, sagt sie. Oder hat keine Zeit. Was auf das gleiche hinausläuft. Ich kriege abends am Telefon alles ausführlich erzählt. Ihr zuliebe bin ich sogar Komplizin. Denke mir engagiert Sachen aus, wie wir seine Frau um die Ecke bringen. Noch vor'm Eintreffen der Polizei wird er 100 Pro mit seinem Kram vor ihrer Türe stehen. So weit, so lustig. Aber nur für mich. Denn sie muss dann meist fürchterlich heulen. Und leider hat mein ... Weiterlesen

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