Preußisches Bleisatz-Magazin
Vom Kommenden

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Hallo. Da in den letzten Tagen vermehrt Serverprobleme auftraten und Kommentare ungewollt verschwanden, befindet sich der Blog nun woanders: http://preussen-blog.aheadwork.de

Ich werde die Kommentare auf der alten Adresse schließen – hier könnt ihr aber ganz gewohnt weiter reden. Entschuldigt bitte die Umstände.

Außerdem habe ich noch einige Worte zu sagen, was die Beerdigung meines Vaters angeht: Die findet in Düsseldorf am 30.07.2010 um 10 Uhr in der Kapelle am Südfriedhof Düsseldorf statt. Jeder, der kommen will, ist dort willkommen.

  1. Kommentar by thomas gravemaker — 26. Juli 2010 @ 20:43

    Hallo Hannah, Entschuldigung bitte, Ich gehe weiter in Englisch. Ich mache zu viele Fehler im Deutsch and kann nicht sagen wass ich sagen möchte. I never go to church these days, as I sometimes think that religion is not honest and fair, but on Saturday evening I went to the church of Saint Gervais, here in Paris and spent half an hour with the brothers and sisters of Jerusalem in meditation, before attending mass. When they started to sing I couldn’t stop myself from crying over your father, Georg. It’s not fair that God took him back already. He had such a desire to live and to do the things he had planned and the things that made him happy. He was such a deep filosofical person! I can’t come to the funeral, but will light a candle for him. Reading again about the week before the operation, when he explains about another patient who was up and about after two days, I couldn’t stop thinking, why oh why?

  2. Kommentar by Gudrun — 26. Juli 2010 @ 21:27

    Yes, Thomas, why couldn`t he stay, why didn`t he stay? There were a lot of things to do and a lot of thoughts to think for him… I hope that he is happy now!
    Gudrun

  3. Kommentar by Thomas — 26. Juli 2010 @ 22:34

    Hi Mädels,
    komme gerade vom Rhein geradelt. Es war bitter, bitter kalt dort und ungemütlich – der Sommer ist tatsächlich mit Georg gegangen. Keine klugen Gedanken mehr aus (Georg-)kraus’scher Feder, kein Tagesabschluss mit guten, kritischen oder provokativen Gedanken – ich muss mich erst daran gewöhnen…
    Wirklich schade, dass die letzten Kommentare hier verlorengegangen sind – hatte doch Hannah gerade dort tröstende Worte für die Zukunft dieses Blogs geschrieben – wenigstens habe ich noch meine Kommentare bei mir gespeichert.
    Ich bin unendlich traurig wegen des kommenden Freitag’s, habe ich doch wegen meines „therapeutisch verordneten Urlaubs“ ab 1. August logischerweise natürlich am Freitag Vormittag eine notwendige ärztliche Untersuchung. Ich versuche noch etwas zu „drehen“, um doch kommen zu können (jetzt habe ich schon wieder Tränen in den…).
    @ Du Huhn: Falls ich nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht da sein kann, so sammle bitte vorsichtshalber einen ganz schönen Kieselstein vom Rhein ( wenn’s geht, mit grauen Bleieinschlüssen) und grüße Georg von mir! Vielen, vielen Dank, und wir werden trotzdem am Rhein sitzen und winken und winken und winken und…
    @ floppy: Falls wir Beide nicht „Da“ sein können, so sind wir trotzdem mehr „Dort“ als mach‘ Anderer. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles erdenklich Gute für die Zukunft!
    Thomas…

  4. Kommentar by Hannah — 26. Juli 2010 @ 23:27

    @Thomas: You can’t believe it and neither can I. I always have to think of him and how he was in this hospital bed .. I was with him until everything was over. I saw how he stopped breathing and can’t get this picture out of my head. When you go over the street you don’t see people breathe or something but you can see it immediately when someone stops breathing .. That was so hard for me and I can’t understand how this can be possible, that he’s gone. It’s not that I feel left alone with everything or so, but it feels so wrong that he isn’t there anymore to watch me grow and anything ..
    But I aggree to Gudrun .. I hope he’s happy now and I hope I also will be happy again soon.

  5. Kommentar by Gudrun — 27. Juli 2010 @ 08:35

    @ Thomas, ja, natürlich hole ich auch einen Stein für dich! Ich denke, heute ist ein guter Tag um für Georg Steine am Rhein zu sammeln. Hier brennt eine Kerze…
    Gudrun

  6. Kommentar by Julia — 27. Juli 2010 @ 16:41

    Hallo Hannah+Family, gern würde ich am Freitag eine Rede halten, die zu schreiben sich mir innerlich aufdrängt. Ist das vorgesehen und möglich? Eine schöne Steinkoralle liegt vor mir, sie soll Georg begleiten.

    Grüße,
    Julia

  7. Kommentar by Du Huhn — 27. Juli 2010 @ 16:59

    @ Thomas und Floppy: Ich habe heute Nachmittag Steine am Rhein gesammelt, einige, falls es noch jemanden gibt, der einen für Georg haben möchte. Die Sonne schien und es war schön dort. Krähen waren heute nicht da…
    Thomas, wenn du es am Freitag nicht schaffst, dann kommst du nach deinem Urlaub nach Neuss und wir fahren zusammen zu Georg und hinterher an den Rhein, winken, wenn du magst…

  8. Kommentar by P. Meinrad — 27. Juli 2010 @ 19:29

    Bitte Hannah schreiben Sie mir eine Mail, ich hatte ein Mißgeschick mit dem Mailprogramm und die letzten Mails verloren.

    Ich werde ständig an Ihren Vater erinnert, in meiner Werkstatt bin ich umgeben von so viel Material, was von ihm stammt.
    Ich kann zwar am Freitag nicht kommen, aber einen Stein aus unserem Garten in Rom halte ich bereit – und bringe ihn später, wenn ich wieder einmal in Langwaden bin.

  9. Kommentar by Dieter Stockert — 27. Juli 2010 @ 20:10

    „I hope that he is happy now!“

    War er gläubig? Hat er ein Leben nach dem Tod erwartet? Ich vermute: Nein. Warum sollten mir sonst jetzt Tränen kommen? Mit dem Tod ist alles vorbei, für den, der gestorben ist. (Nicht in der Erinnerung der Nach-Lebenden, natürlich.)

    Ich kannte Georg Kraus nur aus dem Typo-Forum, ich habe ihn nie getroffen, wohne auch zu weit weg, und seine Angewohnheit zu rauchen hätte mich sicher gestört. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wir uns gut verstanden hätten. Es tut mir sehr leid.

  10. Kommentar by Thomas — 27. Juli 2010 @ 21:11

    @ Du Huhn: Sehr gerne, das machen wir! Ich hatte mich eben am Rhein schon gefragt, wie ich ohne Hilfe Georg jemals finden werde – und ich setze dann auf der Linotype ein paar Zeilen seiner letzten Geschichte und lege sie bei die Steine…

  11. Kommentar by Hannah — 27. Juli 2010 @ 21:31

    @Julia: Ich werde morgen eine meiner Tanten anrufen und mich für Sie erkundigen : )

    @Padre: Ihnen schrieb ich vor wenigen Minuten.

    @Dieter: Er war gläubig, glaubte an Gott und ein Leben nach dem Tod und war sich immer sicher, dass er dort wieder auf seinen verstorbenen Vater trifft und mit ihm angeln gehen wird.

    @Thomas: Deine Idee mit der Geschichte gefällt mir sehr gut ..

  12. Kommentar by Gudrun — 27. Juli 2010 @ 22:43

    @ Thomas: man kann ich jeder Stadt beim Friedhofsamt erfragen, wo jemand beerdigt ist und dann kann man ihn mit einem Plan finden. Schöner ist vielleicht, persönlich hingebracht zu werden…
    @ Thomas und Hannah: Wenn Georg doch sowieso seine Geschichten mit Thomas mal setzen wollte, dann kann man es vielleicht auch ohne ihn aber für ihn machen. ich würde gerne helfen, bin aber Anfängerin, es wäre doch sehr schön eine oder mehrere Geschichten von ihm im Handsatz zu drucken. Hannah, kommst du an all seine Werke dran? was mag er schon alles geschrieben haben, letztens noch erwähnt die Geschichte von Hagen von Tronje oder die Geschichte, die er im Netz veröffentlichen wollte, die aus verschiedenen Perspektiven geschrieben worden ist…? Ich fände es schön, wenn wir irgendwas von ihm drucken würden, es würde ihm gefallen, oder?
    Sicher war Georg heute mit seinem Vater angeln und hat einen dicken fetten Fisch gefangen!!!
    Und trotzdem fehlt er doch hier so sehr!
    Gudrun

  13. Kommentar by Hannah — 28. Juli 2010 @ 00:13

    Alle seine Werke? Nein, das glaube ich nicht. Beispielsweise habe ich in den letzten Tagen einige E-Mails erhalten, die Links zu Geschichten oder Kommentaren von ihm enthielten, von denen ich so gar nichts wusste. Gesichert sind die Dinge, die hier auf diesem Blog zu finden sind, seine Unterlagen bin ich bisher nicht durchgegangen, weil da noch immer dieses „Ich durchwühle grad das Leben meines Vaters“-Gefühl vorherrscht und mir ein schlechtes Gewissen macht ..

  14. Kommentar by Thomas — 30. Juli 2010 @ 21:45

    Die Sache läuft: Herr Schröder aus Berlin und ich werden eine Seite im Bleisatz setzen und eine Auflage im Buchdruck drucken mit den ersten drei Absätzen Georgs letzter Geschichte: „Mit dem Knoefel-Antrieb durch den Hyperraum“. Der letzte Satz lautet dort: “Ich habe keine große Lust, mitten im Hypersprung in den Normalraum zurückzuwechseln.” – wie Recht er hatte!

  15. Kommentar by Gudrun — 30. Juli 2010 @ 21:49

    Das ist wunderbar! Eine sehr schöne Idee!

  16. Kommentar by Norbert — 10. August 2010 @ 10:22

    Thomas, kannst du darüber mehr erzählen? Nach dem, was du schreibst, erinnert mich das irgendwie an „Per Anhalter durch die Galaxis“

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